13. April 2026
Sponsoring Stefan Rogentin - Rennbericht März-April 2026
Nach dem erfolgreichen Wochenende in Garmisch reisten wir weiter nach Courchevel, wo zuletzt an den Weltmeisterschaften 2023 Rennen stattgefunden hatten. Die Strecke präsentierte sich auch dieses Mal als echte Herausforderung: grosse Sprünge, viele technische Kurven und ein Gleitstück – kurz gesagt, alles, was eine anspruchsvolle und gleichzeitig attraktive Abfahrt ausmacht.
Das erste Abfahrtstraining konnte planmässig durchgeführt werden. Die Temperaturen waren bereits sehr hoch, weshalb die Piste – insbesondere im unteren Abschnitt – mit Salz präpariert werden musste. Während oben noch eher winterliche Bedingungen herrschten, war es unten schon deutlich frühlingshaft. Mein erster Trainingslauf verlief sehr gut und ich konnte wichtiges Vertrauen für die kommenden Tage aufbauen.
Das zweite Training musste jedoch aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt werden. Die Verantwortlichen entschieden sich, die Piste bei den warmen Temperaturen zu schonen. Dadurch ergab sich ein zusätzlicher Pausentag vor dem Rennen. Auch wenn ich gerne noch die eine oder andere Passage gefahren wäre, fühlte ich mich bereit für den Wettkampf.
Mit Startnummer 2 ging ich in die Abfahrt. Nach einer anspruchsvollen, aber gelungenen Fahrt konnte ich mich zunächst mit Vorsprung an die Spitze setzen. Im Leader-Sessel wurde es dann spannend, während ich verfolgte, was meine Zeit wert war. Lange sah es sehr gut aus, doch mit Giovanni Franzoni und Vincent Kriechmayr kamen zwei Fahrer, die noch etwas schneller waren. Als letzter Podestanwärter stand noch Marco Odermatt am Start – und tatsächlich verdrängte er mich mit einem hauchdünnen Vorsprung vom Podest. Am Ende blieb der 4. Rang. Auch wenn das Podest knapp verpasst wurde, war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.
Ein gelungener Start ins Rennwochenende – und eigentlich hätten noch zwei Super-Gs folgen sollen. Leider machte das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung, und beide Rennen mussten abgesagt werden. Sehr schade, denn die Form hätte definitiv gepasst.
Nach der Absage ging es kurz nach Hause, bevor wir direkt weiter nach Kvitfjell reisten, wo die letzten Weltcuprennen der Saison auf dem Programm standen. Mit viel Selbstvertrauen und noch offenen Rechnungen ging ich das Saisonfinale an.
Wie bereits in den Wochen zuvor gelangen mir auch hier zwei gute Trainingsfahrten. Zurück in der Topgruppe startete ich in die Abfahrt und konnte erneut eine starke Leistung zeigen. Am Ende resultierte der 6. Rang.
Am nächsten Tag folgte endlich wieder ein Super-G – der erste seit rund zwei Monaten, nachdem das letzte Rennen in dieser Disziplin in Kitzbühel stattgefunden hatte. Entsprechend gross war die Motivation, nochmals anzugreifen und vielleicht doch noch den Sprung aufs Podest zu schaffen. Auch wenn mir dies nicht ganz gelang, zeigte ich erneut eine gute Fahrt und klassierte mich wiederum auf dem 6. Rang.
Damit gelang mir ein versöhnlicher und konstanter Abschluss der Saison. Die Resultate der letzten Wochen spiegeln die Entwicklung wider und bestätigen den eingeschlagenen Weg. In der Endabrechnung resultierten der 6. Rang in der Super-G-Weltcupstartlistenwertung sowie der 10. Rang in der Abfahrtsstartlistenwertung im Weltcup – eine solide Basis, auf der sich weiter aufbauen lässt.
Nach dem gelungenen Weltcupabschluss folgten noch die Schweizermeisterschaften in St. Moritz. Dort bestritt ich die Abfahrt, um meine Saison definitiv abzuschliessen.
Stefan Rogentin