5. Januar 2026
Sponsoring Stefan Rogentin - zweiter Rennbericht (Italien Rennen) Saison 2025/2026
Nach einer kurzen Pause nach dem Nordamerika-Trip ging es für uns weiter nach Italien, genauer gesagt nach Gröden. Wie bereits im vergangenen Jahr wartete auf der legendären Saslong ein intensives Rennprogramm. Aufgrund der in Amerika abgesagten Rennen standen dieses Jahr gleich zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm – eine zusätzliche Herausforderung für Körper und Kopf.
Nach guten Trainingsläufen startete ich mit Zuversicht in die erste Abfahrt. Leider unterlief mir in der zweiten Ciaslat ein kleiner Fehler. Ich sprang etwas zu weit, konnte den Schwung nicht optimal mitnehmen und verlor dadurch entscheidende Zeit. Am Ende resultierte lediglich der 30. Rang – ein enttäuschendes Ergebnis, das nicht meinen Erwartungen entsprach.
Im darauffolgenden Super-G wollte ich eine klare Reaktion zeigen – und das gelang mir zunächst auch. Nach einer ansprechenden Fahrt übernahm ich zwischenzeitlich sogar den 2. Rang. Doch wie so oft in Gröden entwickelte sich das Rennen zu einem klassischen „Saslong-Super-G“: Die späteren Startnummern profitierten von immer besseren Sichtverhältnissen und konnten nochmals deutlich zulegen. Am Schluss belegte ich den 8. Rang. Ein solides Resultat, mit dem ich jedoch nicht ganz zufrieden war.
Viel Zeit zum Grübeln blieb nicht, denn bereits am nächsten Tag stand die zweite Abfahrt auf dem Programm. Bei perfekten äusseren Bedingungen lief bei mir jedoch von Beginn weg kaum etwas zusammen. Bereits nach rund 50 Fahrsekunden verlor ich viel Zeit, und am Ende blieb ein schwaches Resultat sowie eine gewisse Ratlosigkeit zurück. Dieses Rennen galt es abzuhaken, um über Weihnachten neue Energie zu tanken und den Fokus neu auszurichten.
Am 25. Dezember reisten wir nach Livigno zum letzten Rennen des Jahres. Aufgrund der bevorstehenden Olympischen Spiele 2026 in Bormio wurde das traditionelle Rennwochenende dort gestrichen und durch einen Super-G in Livignoersetzt. Die Strecke war für alle neu, sehr abwechslungsreich und präsentierte sich bei Top-Bedingungen.
Mit dem Ziel, an meine bisherigen Super-G-Leistungen anzuknüpfen und mich weiter zu steigern, ging ich ins Rennen. Mir gelang erneut eine gute Fahrt, allerdings schlich sich ein kleiner Fehler ein, der mich die entscheidenden Hundertstel kostete. Am Ende stand erneut der 8. Rang zu Buche – lediglich 19 Hundertstel trennten mich vom Podest. Ein weiteres extrem enges Rennen.
Mit fünf Top-8-Platzierungen in der bisherigen Saison ist der Start insgesamt gelungen. Dennoch weiss ich, dass noch Potenzial vorhanden ist. In den kommenden Rennen gilt es, die kleinen Fehler auszumerzen und den nächsten Schritt nach vorne zu machen.
Der Blick geht nach vorne – auf ein neues, hoffentlich erfolgreiches Jahr.
Stefan Rogentin